33. Landesbläserwettbewerb auf Schloss Paffendorf in Bergheim

Das Bläsercorps (Fürst-Pless-Horn) unserer KJS Dortmund
beim 33. Landesbläserwettbewerb auf Schloss Paffendorf in Bergheim

Der LJV – NRW hat zum 33. Landesbläserwettbewerb nach Bergheim eingeladen. Bei der Bläserversammlung zu Beginn des Jahres hatten wir uns bereits zur Teilnahme entschieden.
Am 30. Mai war es dann soweit. Elf Bläserinnen und Bläser brachen am frühen Morgen von Dortmund nach Bergheim zum Schloss Paffendorf auf.

Unsere musikalische Leitung Claudia Kimm „hatte den Hut auf“. Dort angekommen spielten wir, Annemarie Kirch, Steffi Teng, Michaela Nöckel, Evelin Klimek, Andreas Kimm, Frank Mehling, Dr. Martin Pieper, Philipp Meier, Felix Jakobs und Ansgar Eickelmann unter ihrer Anleitung gedanklich noch einmal alle geforderten Signale durch. Gleichmäßiges „Horn an“, Atmung, Taktlänge und die „Kleinigkeiten“, die über die Punktevergabe der Richter entscheiden.

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Danach ging es los. Anmeldung im Innenhof, Sichtung der Bühne uns Staunen über den wundervollen Schlosspark mit ihren atemberaubenden hohen Bäumen, die sicher teilweise schon einige hundert Jahre dort stehen.

Um 09.30 Uhr hieß es dann im Lautsprecher: „Als nächstes begrüßen wir die Bläserinnen und Bläser der KJS Dortmund auf der Bühne!“ In einem Vorzelt konnten wir uns vorab sammeln und bereit machen! Es galt die Signale „Aufbruch zur Jagd“, „Sammeln der Jäger“, „Sau tot“, „Reh tot“ und „Anblasen des Treibens“ exakt nach den Anforderungen der Prüfungsordnung zu blasen.

Wir haben uns wacker geschlagen und durften nach einer gefühlten Ewigkeit die Bühne verlassen. Das war eine „Teamleistung“ und die Wertung mussten wir nun den Richtern überlassen.

Am Ende begrüßten uns zu unserer Überraschung und Freude drei liebe Freunde aus dem Bläsercorps Hegering Herdecke – Wetter, allen voran der Vorsitzende des Hegerings Björn Naujok.
Sie hatten extra die Fahrt auf sich genommen, um uns die Daumen zu drücken – tolle Geste!
Rein ins Getümmel, hieß danach die Devise. Landestypische Heiß- und Kaltgetränke waren nötig, um wieder auf den Boden zu kommen. Revue passieren lassen, persönliche Eindrücke und Selbstwahrnehmung nach unserem Auftritt, das waren die Gesprächsthemen.

Nach und nach beruhigte sich die Spannung, und wir konnten loslassen. Ein Gang über den Festplatz, Gespräche mit bekannten Bläserinnen und Bläsern aus Sauer- und Münsterland, anderen Landesteilen und zufällige Gespräche mit Anwesenden.
Wir waren unter uns, weil uns die Passion zur Jagd und die Liebe zu Brauchtum und Jagdhorn verbindet. Das schafft Gemeinschaft und Nähe.
Um 16.30 Uhr war die Siegerehrung. Für uns kam eine passable Platzierung raus. Wir haben von 15 teilnehmenden Corps den achten Platz belegt!

Ein Fürst-Pless-Horn haben wir übrigens auch noch gewonnen. Ein neues Übungshorn für Anfänger steht also auch oder wieder zur Verfügung. Diese Veranstaltung ist eigentlich die beste Werbung für den musikalischen Teil des jagdlichen Brauchtums – mehr geht nicht!

Den Abschluss des 33. Landesjägerwettbewerbes machte dann das gesamte Blasen aller anwesenden Bläserinnen und Bläser zu einem unvergesslichen Gänsehautmoment.
Fazit des Tages: Stimmung sehr gut, Spaß und Freude sehr gut, Gemeinschaftsgefühl sehr gut, Austragungsort sehr gut, Wetter gut, Ergebnis gut, aber ausbaufähig. Und das ist auch das Ergebnis, mit dem wir wieder nach Dortmund aufbrachen. Die Veranstaltung hat einen gewissen Suchtfaktor. Wir sind „angstachelt“, in zwei Jahren wieder dabei zu sein. Vielleicht mit neuen Bläserinnen und Bläsern, die unsere KJS Dortmund würdig vertreten.

Text: Ansgar Eickelmann   Fotos: Bläsercorps Dortmund