Die Hubertusmessen 2015
Die von unseren Bläsern ausgerichteten Hubertusmessen waren in diesem Jahr am 25.10.2015 in der Stadtkirche St. Reinoldi, hier wurde die Festpredigt von Pastor Matthias Mißfeldt gehalten. Umrahmt wurde die Messe von Jagdgebrauchshunden mit ihren Führern und Falknern mit Greifvögeln.
Weitere Hubertusmessen wurden am 07.11.2015 in Do-Brechten in der kath. St. Antonius Kirche und am 08.11.2015 in der Probsteikirche geblasen.

Der 3. November ist Hubertustag
Die Jäger im gedenken in Hubertusmessen ihrem Schutzpatron.
Dieser traditionelle Festtag geht mit vielen Hubertusgottesdiensten in den Gemeinden einher.
Die Hubertusmessen werden von örtlichen Jagdhornbläsern unterstützt und sind ein musikalischer Genuss. Obwohl Hubertus ein katholischer Heiliger ist, sind die meisten Gottesdienste ökumenisch geprägt. Die Kreisjägerschaft Dortmund lädt wie, wie jedes Jahr herzlich zu den stattfindenden Gottesdiensten ein, insbesondere Nicht-Jäger sind überaus willkommen.
Hubertus wurde um das Jahr 655 n. Chr. geboren und war Bischof von Maastrich, später Lüttich. Er wurde 744, 17 Jahre nach seinem Tod, aufgrund von Wundertaten und seines großen Glaubens heilig gesprochen.
Die Hubertuslegende entstand im 14. Jahrhundert und besagt, dass Hubertus nach dem Tod seiner Frau Ablenkung in der Jagd suchte. Dabei missachtete er Gottes Gebote und jagte maßlos. Eines Tages erschien ihm ein Hirsch mit einem strahlenden Kreuz im Geweih. Als Hubertus ihn erblickte wurde er zum Glauben geführt. Hubertus wandte sich darauf hin ganz einer christlichen Lebensführung zu, verschenkte seinen Besitz und tat viel Gutes, worauf er 705 zum Bischof ernannt wurde.
Den Jägern dient die Legende als Mahnung respektvoll mit Wild umzugehen und Tiere als Schöpfung Gottes anzuerkennen. Diese Grundhaltung ist eng mit dem Begriff der Waidgerechtigkeit verbunden. Mit diesen geschriebenen und ungeschriebenen Normen identifiziert sich jeder Jäger.
Die Waidgerechtigkeit setzt sich heute aus drei Aspekten zusammen: Der Tierschutzaspekt betrifft die Einstellung der Jäger gegenüber dem Tier als Mitgeschöpf, welchem unnötige Schmerzen zu ersparen sind. Der Umweltaspekt fordert vom Jäger die Einbeziehung der Umwelt in ihrer Gesamtheit in sein Denken und Handeln. Zuletzt soll die Waidgerechtigkeit ein anständiges Verhalten gegenüber den Mitmenschen garantieren.
Diese Grundsätze der Waidgerechtigkeit sind oberste Maßgabe für das jägerische Handeln und auch in der modernen Jagdgesetzgebung fest verankert. Sie sind das oberste Gebot der Jäger. Dies wird durch das jährliche Gedenken an den heiligen Hubertus bestärkt.










